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Rückblick: 1. Forum Grundbildung am 3. Juni 2026

Am 3. Juni 2026 fand das erste „Forum Grundbildung“ im Rahmen des Projekts „Netzwege: Grundbildung kommunal neu denken“ erfolgreich als Online-Veranstaltung statt. Ziel des Forums war es, zentrale Akteurinnen und Akteure der Grundbildung aus Darmstadt sowie dem Landkreis Darmstadt-Dieburg miteinander zu vernetzen, den fachlichen Austausch zu stärken und gemeinsam neue Impulse für die Weiterentwicklung von Grundbildungsangeboten zu setzen.

Zahlreiche Teilnehmende aus unterschiedlichen Handlungsfeldern folgten der Einladung, darunter Vertreter*innen der Kinder- und Jugendhilfe, aus dem Bereich Integration und Migration, aus der Arbeitsförderung sowie aus der kommunalen Verwaltungsstruktur im Sozial- und Jugendbereich. Die vielfältige Zusammensetzung ermöglichte einen multiperspektivischen Blick auf die Herausforderungen und Chancen der Grundbildung vor Ort.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen kreative Lösungsansätze, um Zielgruppen noch besser zu erreichen und bestehende Angebote passgenauer auszurichten. Zudem wurde intensiv darüber diskutiert, wie bestehende Strukturen stärker miteinander verzahnt und Synergien zwischen den unterschiedlichen Institutionen genutzt werden können. Die Teilnehmenden brachten ihre jeweiligen Erfahrungen und Bedarfe ein und entwickelten gemeinsam erste Ideen für zukünftige Kooperationsmöglichkeiten.

Das Forum bot damit eine wertvolle Plattform für Dialog, Vernetzung und gemeinsames Weiterdenken. Die positiven Rückmeldungen der Beteiligten unterstreichen den Bedarf an einem solchen Austauschformat und zeigen das große Interesse daran, die Grundbildung in der Region nachhaltig zu stärken und innovativ weiterzuentwickeln.

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Grundbildung gemeinsam vernetzen und gestalten

Wie kann Grundbildung in Kommunen langfristig gestärkt und besser sichtbar gemacht werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich am 30. April 2026 Fachkräfte und Netzwerkpartner*innen aus Hanau, Offenbach, Wiesbaden und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg bei einem kommunalen Vernetzungstreffen des Projekts NetzWege in Frankfurt.

Im Mittelpunkt stand der Austausch darüber, wie Kommunen Zugänge zu Grundbildung verbessern, bestehende Angebote besser aufeinander abstimmen und nachhaltige Strukturen aufbauen können. Gemeinsam wurde diskutiert, welche Erfahrungen bereits vor Ort gemacht wurden, wo Herausforderungen liegen und welche nächsten Schritte bis Ende des Jahres umgesetzt werden sollen.

NetzWege verfolgt dabei das Ziel, Grundbildung in Hessen kommunal und sozialpartnerschaftlich weiterzuentwickeln. Gemeinsam mit kommunalen Akteur*innen, Bildungsträgern und weiteren Netzwerkpartner*innen werden sogenannte Grundbildungspfade aufgebaut: niedrigschwellige und besser aufeinander abgestimmte Zugänge zu Bildungsangeboten für unterschiedliche Zielgruppen. Im Fokus stehen derzeit insbesondere junge Mütter mit Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache sowie junge Erwachsene ohne Schulabschluss.

Im Austausch der Kommunen ging es unter anderem um folgende Fragen:

  • Wie können Menschen besser erreicht werden, die bislang kaum Zugang zu Grundbildungsangeboten finden?
  • Wie lassen sich bestehende Angebote, Beratungsstrukturen und Netzwerke besser miteinander verbinden?
  • Welche Ansätze haben sich in den Kommunen bereits bewährt – und wo bestehen weiterhin Lücken?

Vorbereitet und gestaltet wurde das Treffen gemeinsam von Arbeit und Leben Hessen, dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft und involas. Moderiert wurde der Tag von den NetzWege-Kolleginnen Carolin Seelmann und Dr. Selin Arusoglu.

Die Ergebnisse des Treffens fließen direkt in die weitere Projektarbeit ein – etwa in die Entwicklung konkreter Unterstützungsangebote, die Weiterarbeit in den kommunalen Netzwerken und den Transfer der Ansätze auf weitere Kommunen.

„NetzWege: Grundbildung kommunal neu denken“ wird im Rahmen der Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

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Lernabgebot im Landkreis Darmstadt-Dieburg Lernburg – Gemeinsam entspannt lernen.

Wollen Sie etwas Neues lernen und dabei nette Leute treffen? Möchten Sie besser lesen oder schreiben können? Mit Zahlen sicherer werden? Oder möchten Sie einen wichtigen Abschluss nachholen? Dann sind Sie bei uns richtig!

Wann: Mittwochs: 18–21 Uhr und Montags: 16:30–19:30 Uhr

In der Lernburg treffen sich Menschen, um in Ruhe gemeinsam Neues auszuprobieren. Jeder geht sein eigenes Tempo – Schritt für Schritt, mit Unterstützung der anderen und unserer Lernbegleiterinnen. Wir helfen uns, arbeiten zusammen und freuen uns über kleine Erfolge.

Die Lernburg ist kostenlos und für alle offen. Einfach vorbeikommen, ohne Anmeldung.

Ansprechperson:
Silke Vetter-Schultheiß
06151 2710 88
netzwege@bwhw.de

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„NetzWege Grundbildung“: Wie wir in Hessen kommunale Grundbildung neu denken

Eine Gruppe von zwölf Personen steht in einem Innenraum vor einer Leinwand und mehreren farbigen Moderationskarten, die an Pinnwänden befestigt sind. Alle schauen in die Kamera und lächeln. Die Gruppe besteht aus Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Erscheinung; einige tragen Brillen, eine Person hat pink gefärbte Haare. Sie stehen in einem Halbkreis auf hellem Holzfußboden. Die Atmosphäre wirkt warm, kollegial und konzentriert.
Das Team des Projekt NetzWege gemeinsam mit Dr. Kai Rupprecht (Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen) und Partner*innen aus den Modellkommunen Stadt Offenbach und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg.

Gemeinsam mit involas und dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft (BWHW) haben wir als Arbeit und Leben Hessen am 05.11. in der Fachgruppe Alphabetisierung und Grundbildung im Hessischen Kultusministerium unser Projekt „NetzWege: Grundbildung kommunal neu denken“ vorgestellt.

Im intensiven Austausch mit den hessischen Expert*innen wurde deutlich:  

  1. Kommunale Netzwerke und Strukturen sind unverzichtbar: Nur durch vernetztes Handeln von Verwaltung, Bildungsträgern und Sozialraum können wir Grundbildung nachhaltig verankern.
  2. Verlässliche Daten fehlen: Für eine zielgenaue Angebots- und Strategieplanung brauchen wir dringend eine bessere Datengrundlage.
  3. Sozialraum muss mitgedacht werden : Grundbildung findet dort statt, wo Menschen leben. Der Sozialraum selbst wird zum Lernort.
  4. Zielgruppen müssen aktiv beteiligt werden: Menschen mit Grundbildungsbedarf sind Expert*innen ihrer Lebenswelt – ihre Perspektiven sind essenziell für passende Angebote und Lösungen.

Unser Verbundprojekt setzt genau hier an: Durch Netzwerkaufbau, kooperative Strategieentwicklung und digitale Formate stärken wir die Grundbildung in hessischen Kommunen.

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Arbeitsorientierte Grundbildung – Wo stehen wir nach fast 10 Jahren AlphaDekade?

Drei Personen sitzen auf einer kleinen Bühnenfläche in einer moderierten Gesprächsrunde. Links sitzt ein älterer Mann mit weißem Haar, Brille, blauem Sakko und hellen Hosen. In der Mitte spricht eine Person mit kurzem Haar ins Mikrofon; sie trägt einen dunklen Rollkragenpullover und schwarze Hose. Rechts sitzt eine Frau mit blonden Haaren, Brille, blauem Blazer, türkisfarbener Kleidung und blauen Stiefeln. Zwischen den Stühlen steht ein kleiner, bunt gemusterter Würfel mit Wasserflaschen darauf. Weitere Personen sitzen am Rand außerhalb des Hauptfokus. Sie alle blicken aufmerksam in Richtung der sprechenden Person.
v.l.nr: Roland Peter, Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, Nora Schrimpf Arbeit und Leben Hessen gGmbH, Barbara Wagner GFFB gGmbH

ABCforJobs – Podiumsdiskussion im Rahmen der Abschlusveranstaltung

Im Rahmen einer lebendigen Podiumsdiskussion wurde besprochen, wie sich das Thema arbeitsorientierte Grundbildung seit dem Start der AlphaDekade entwickelt hat – mit teils unterschiedlichen Einschätzungen.

Ein zentrales Ergebnis: Die Fortschritte sind sichtbar, doch der Weg ist noch lang. Während betont wurde, dass es vor der AlphaDekade kaum Strukturen und Angebote der arbeitsorientierten Grundbildung gab, wurde auch deutlich: Das Thema ist in vielen Betrieben nach wie vor wenig bekannt und verankert.

Einigkeit herrschte darüber, dass arbeitsorientierte Grundbildung einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten kann, wenn sie systematisch in betriebliche Weiterbildungsstrategien eingebunden wird. Genau diese systematische Einbindung fehlt bislang noch häufig.

Die Diskussion machte deutlich:

  • Es braucht mehr Sichtbarkeit von arbeitsorientierter Grundbildung und eine gezielte Ansprache von Unternehmen.
  • Betriebliche Weiterbildung muss Grundbildung aktiv mitdenken.

Fazit: Die AlphaDekade hat bisher wichtige Impulse gesetzt. Jetzt geht es darum, das Thema dauerhaft in der Praxis zu verankern – als festen Bestandteil nachhaltiger Fachkräftestrategien. In fünf Jahren sollte das Thema selbstverständlich Teil jeder Personalentwicklung sein.

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Teilnehmendengewinnung im Projekt „NetzWege – Grundbildung kommunal neu denken“

Bildungswege müssen sich am Bedarf derjenigen, für die sie gestaltet werden, orientieren.

Das Projekt NetzWege widmet sich eingehend der Gewinnung von Teilnehmenden für Bildungsangebote sowie der Ansprache der Zielgruppen, mit dem Ziel, die Bildungswege nachhaltig und für die Menschen gewinnbringend zu entwickeln.

Doch wie gelingt eine gute Ansprache von Menschen mit Grundbildungsbedarf? Wie gelingt es herauszufinden, welche Lernbedarfe vorhanden sind, welche Lernhemmnisse vorliegen und wie die Lernangebote und die Lernumgebung dementsprechend gestaltet werden müssen?

Die ausführlichen Antworten, wie das Projekt NetzeWege hier vorgeht, finden sich auf der Website des bundesweiten Kompetenzzentrums Grundbildung: Die Projekte | Grundbildungspfade.

Das Logo zeigt eine stilisierte Hessenkarte als Netzwerk und der Projektname steht in der Karte
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Erstes kommunales Vernetzungstreffen im Projekt „NetzWege: Grundbildung kommunal neu denken“

Gruppe von neun Personen – überwiegend Frauen – steht in einem Raum vor einer Displaywand mit großen Poster-Karten. Alle lächeln in die Kamera. Die Personen stehen dicht nebeneinander und wirken freundlich und engagiert.
von links nach rechts: Dr. Simone Mazari, Julia Tilly, Jana Narlapati, Marie Engelschalk, Ulrike Brauneck, Carolin Seelmann, Dr. Simone C. Ehmig, Dr. Selin Arosoglu, Birgit Gehl, Nora Schrimpf, Cat* Patino Lang, Ahmed Aourir – Aourir, Yücel Akdeniz

Am 21. Mai 2025 trafen sich im Ökohaus Ka Eins in Frankfurt am Main Vertreter*innen der Stadt Offenbach, des Landkreises Darmstadt-Dieburg und das Projektteam erstmals im Rahmen des Projekts NetzWege: Grundbildung kommunal neu denken zusammen.

Das Treffen markierte den offiziellen Auftakt der Zusammenarbeit der beiden Modellkommunen – mit dem Ziel, Grundbildung strukturell in der kommunalen Bildungslandschaft zu verankern. In offener und kollegialer Atmosphäre wurde nicht nur der aktuelle Projektstand vorgestellt, sondern auch die Grundlage für ein tragfähiges Netzwerk gelegt, das auf Austausch, Synergien und gemeinsamen Strategien beruht.

Ein besonderer Höhepunkt war der Impuls von Prof. Dr. C. Simone Ehmig, die zentrale Ergebnisse der Studie „MOVE – Motivation und Verbindlichkeit im Alltag von Erwachsenen mit Grundbildungsbedarf“ präsentierte. Ihre Erkenntnisse regten zur Reflexion an: Was motiviert Menschen mit Grundbildungsbedarf wirklich? Wie kann kommunale Bildungsarbeit darauf eingehen? Und welche Rahmenbedingungen brauchen wir, um neue Zugänge zu schaffen?

Das NetzWege-Projekt macht deutlich, dass Kommunen eine Schlüsselrolle spielen, wenn es darum geht, Grundbildung nachhaltig zu fördern. Denn sie kennen die Menschen vor Ort, ihre Lebenslagen – und sie können Strukturen schaffen, die tragen.

Das Treffen hat Lust gemacht auf mehr Zusammenarbeit, auf kreative Ansätze und auf eine kommunale Bildungspolitik, die niemanden zurücklässt.

-Veröffentlicht 05.06.2025-

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Grundbildung in den Kommunen denken

Eine Gruppe von neun Personen steht lächelnd vor einem Bildschirm, der die Präsentation mit dem Titel 'NetzWege: Grundbildung kommunal neu denken' zeigt. Auf dem Tisch davor liegen Notizblöcke, Stifte, Wasserflaschen und Kaffeegläser. Die Szene findet in einem Konferenzraum statt.© Arbeit und Leben Hessen
Von links nach rechts: Carolin Seelmann (involas), Ulrike Brauneck (AuL Hessen), Lora Demireva (IWAK), Nora Schrimpf (AuL Hessen), Ewelina Mania (DIE), Anke Frey (BAK AuL), Christiane Ehses (HVV), Kerstin Goldenstein (Dachverband Alfa-Selbsthilfe e.V.). Hintere Reihe: Yücel Akdeniz (BWHW), Birgit Golak (BWHW)
Wie kann Grundbildung auch über einen längeren Zeitraum und nachhaltig in kommunale Strukturen eingebunden werden?

Das ist eine der Fragen, die wir uns mit unseren Partner*innen von involas und dem Bildungswerk der hessischen Wirtschaft in dem BMBF geförderten Projekt „NetzWege: Grundbildung kommunal neu denken“ stellen. In Zusammenarbeit mit der Kommune Stadt Offenbach und der Kommune Landkreis Darmstadt-Dieburg suchen wir eine Antwort auf diese Frage. Es geht darum, bestehende Angebote zu sichten, Lücken zu schließen und damit gemeinsam vernetzte neue „Grundbildungswege“ zu begehen.

Fachlich begleitet wird das Projekt von einem Fachbeirat. Am 13. Dezember fand hierzu die konstituierende Sitzung statt. Wir sind beeindruckt von der versammelten Expertise unserer Beiratsmitglieder und sehen in ihnen einen wichtigen Baustein für das Gelingen unseres Vorhabens. An dieser Stelle möchten wir uns bereits für ihr Engagement bedanken.