- Impulsvortrtrag Sabine Schwarz: Lernende Region Köln
- Gemeinsam vernetzt in Offenbach: Workshops zur gemeinsamen Entwicklung von Zukunftsideen
- Fokus: Mütter mit Deutsch als Zweitsprache und Grundbildungsbedarf
Kategorie: News
Save the Date: Grundbildung für Alle. Offenbach macht’s vor 03.11.2026 10:00-16:00 Uhr in der Volkshochschule Offenbach
31. August 2026Grundbildung als kommunales Querschnittsthema – NetzWege auf der Bundeskonferenz Kommunales Bildungsmanagement 2026
10. August 2026
Berlin, 16./17. Juni 2026 – Unter dem Leitthema „Gemeinsam für mehr Bildungsgerechtigkeit vor Ort” fand in Berlin die Bundeskonferenz Kommunales Bildungsmanagement 2026 statt. NetzWege war mit dabei und konnte das Thema Grundbildung gleich an zwei Stellen in das bundesweite Fachpublikum einbringen.
Grundbildung in der Fishbowl-Diskussion
In der Fishbowl-Diskussion #7 „Mehr Bildungsgerechtigkeit durch kommunale und nachhaltig verankerte Grundbildung” diskutierten Fachleute aus Praxis und Wissenschaft eine zentrale Frage: Warum kommt Grundbildung in kommunalen Bildungsberichten und Steuerungsrunden kaum vor, obwohl mindestens 6,2 Millionen Menschen in Deutschland erhebliche Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben oder Rechnen haben?
Das Ergebnis war eindeutig: Grundbildung findet überall vor Ort statt: in Alphabetisierungskursen, Beratungen, Integrations- und Sprachkursen, Betrieben und Familienzentren. Aber sie wird nicht als solche erkannt. Was nicht erkannt wird, wird nicht gezählt, nicht geplant, nicht gesteuert. Diese Lücke gilt es zu schließen.
Deutlich wurde in der Diskussion auch: Grundbildung ist kein Randthema, sondern ein Querschnittsthema, relevant im Sozialraum, in der Familienbildung und bei der Fachkräftesicherung. Theresa Hamilton von der Stiftung Grundbildung Berlin verdeutlichte eindrücklich, dass Grundbildung ebenso im Krisenmanagement und Katastrophenschutz mitgedacht werden muss: Wer in einer Notlage einen Aushang nicht lesen kann, ist doppelt vulnerabel.
Kommunales Bildungsmanagement verfügt über die geeigneten Instrumente, um Grundbildungsbedarfe und -Angebote vor Ort sichtbar zu machen und strategisch zu verankern. Es gilt, Grundbildung konsequent mit diesen Instrumenten zu verzahnen.
An der Fishbowl wirkten mit: Nora Schrimpf (NetzWege, Arbeit und Leben Hessen), Dr. Judith Lechner (VHS Hanau) und Dr. Sabine Schwarz (Kompetenzzentrum GrundbildungsPFADE, Lernende Region – Netzwerk Köln e.V.).
Grundbildung erlebbar machen – am Stand beim Markt der Möglichkeiten
Beim Markt der Möglichkeiten präsentierten NetzWege, die Stiftung Grundbildung Berlin, der Deutsche Volkshochschul-Verband e.V. mit seinem Lernportal sowie die Lernende Region – Netzwerk Köln e.V. gemeinsam an einem Stand konkrete Praxisansätze. Grundbildung wurde im direkten Austausch mit kommunalen Akteuren aus dem gesamten Bundesgebiet greifbar, diskutierbar und erlebbar.
Die Bundeskonferenz 2026 hat gezeigt: Das Interesse an Grundbildung als kommunalem Handlungsfeld wächst. NetzWege wird diesen Impuls aufgreifen und den Ansatz, Grundbildung mit den Strukturen des kommunalen Bildungsmanagements zu verbinden, weiter voranbringen.
Rückblick: 1. Forum Grundbildung am 3. Juni 2026
11. Juni 2026Am 3. Juni 2026 fand das erste „Forum Grundbildung“ im Rahmen des Projekts „Netzwege: Grundbildung kommunal neu denken“ erfolgreich als Online-Veranstaltung statt. Ziel des Forums war es, zentrale Akteurinnen und Akteure der Grundbildung aus Darmstadt sowie dem Landkreis Darmstadt-Dieburg miteinander zu vernetzen, den fachlichen Austausch zu stärken und gemeinsam neue Impulse für die Weiterentwicklung von Grundbildungsangeboten zu setzen.
Zahlreiche Teilnehmende aus unterschiedlichen Handlungsfeldern folgten der Einladung, darunter Vertreter*innen der Kinder- und Jugendhilfe, aus dem Bereich Integration und Migration, aus der Arbeitsförderung sowie aus der kommunalen Verwaltungsstruktur im Sozial- und Jugendbereich. Die vielfältige Zusammensetzung ermöglichte einen multiperspektivischen Blick auf die Herausforderungen und Chancen der Grundbildung vor Ort.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen kreative Lösungsansätze, um Zielgruppen noch besser zu erreichen und bestehende Angebote passgenauer auszurichten. Zudem wurde intensiv darüber diskutiert, wie bestehende Strukturen stärker miteinander verzahnt und Synergien zwischen den unterschiedlichen Institutionen genutzt werden können. Die Teilnehmenden brachten ihre jeweiligen Erfahrungen und Bedarfe ein und entwickelten gemeinsam erste Ideen für zukünftige Kooperationsmöglichkeiten.
Das Forum bot damit eine wertvolle Plattform für Dialog, Vernetzung und gemeinsames Weiterdenken. Die positiven Rückmeldungen der Beteiligten unterstreichen den Bedarf an einem solchen Austauschformat und zeigen das große Interesse daran, die Grundbildung in der Region nachhaltig zu stärken und innovativ weiterzuentwickeln.
Grundbildung gemeinsam vernetzen und gestalten
13. Mai 2026
Wie kann Grundbildung in Kommunen langfristig gestärkt und besser sichtbar gemacht werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich am 30. April 2026 Fachkräfte und Netzwerkpartner*innen aus Hanau, Offenbach, Wiesbaden und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg bei einem kommunalen Vernetzungstreffen des Projekts NetzWege in Frankfurt.
Im Mittelpunkt stand der Austausch darüber, wie Kommunen Zugänge zu Grundbildung verbessern, bestehende Angebote besser aufeinander abstimmen und nachhaltige Strukturen aufbauen können. Gemeinsam wurde diskutiert, welche Erfahrungen bereits vor Ort gemacht wurden, wo Herausforderungen liegen und welche nächsten Schritte bis Ende des Jahres umgesetzt werden sollen.
NetzWege verfolgt dabei das Ziel, Grundbildung in Hessen kommunal und sozialpartnerschaftlich weiterzuentwickeln. Gemeinsam mit kommunalen Akteur*innen, Bildungsträgern und weiteren Netzwerkpartner*innen werden sogenannte Grundbildungspfade aufgebaut: niedrigschwellige und besser aufeinander abgestimmte Zugänge zu Bildungsangeboten für unterschiedliche Zielgruppen. Im Fokus stehen derzeit insbesondere junge Mütter mit Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache sowie junge Erwachsene ohne Schulabschluss.
Im Austausch der Kommunen ging es unter anderem um folgende Fragen:
- Wie können Menschen besser erreicht werden, die bislang kaum Zugang zu Grundbildungsangeboten finden?
- Wie lassen sich bestehende Angebote, Beratungsstrukturen und Netzwerke besser miteinander verbinden?
- Welche Ansätze haben sich in den Kommunen bereits bewährt – und wo bestehen weiterhin Lücken?
Vorbereitet und gestaltet wurde das Treffen gemeinsam von Arbeit und Leben Hessen, dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft und involas. Moderiert wurde der Tag von den NetzWege-Kolleginnen Carolin Seelmann und Dr. Selin Arusoglu.
Die Ergebnisse des Treffens fließen direkt in die weitere Projektarbeit ein – etwa in die Entwicklung konkreter Unterstützungsangebote, die Weiterarbeit in den kommunalen Netzwerken und den Transfer der Ansätze auf weitere Kommunen.
„NetzWege: Grundbildung kommunal neu denken“ wird im Rahmen der Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.
Lernabgebot im Landkreis Darmstadt-Dieburg Lernburg – Gemeinsam entspannt lernen.
11. März 2026
Wollen Sie etwas Neues lernen und dabei nette Leute treffen? Möchten Sie besser lesen oder schreiben können? Mit Zahlen sicherer werden? Oder möchten Sie einen wichtigen Abschluss nachholen? Dann sind Sie bei uns richtig!
Wann: Mittwochs: 18–21 Uhr und Montags: 16:30–19:30 Uhr
In der Lernburg treffen sich Menschen, um in Ruhe gemeinsam Neues auszuprobieren. Jeder geht sein eigenes Tempo – Schritt für Schritt, mit Unterstützung der anderen und unserer Lernbegleiterinnen. Wir helfen uns, arbeiten zusammen und freuen uns über kleine Erfolge.
Die Lernburg ist kostenlos und für alle offen. Einfach vorbeikommen, ohne Anmeldung.
Ansprechperson:
Silke Vetter-Schultheiß
06151 2710 88
netzwege@bwhw.de
„NetzWege Grundbildung“: Wie wir in Hessen kommunale Grundbildung neu denken
25. November 2025
Gemeinsam mit involas und dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft (BWHW) haben wir als Arbeit und Leben Hessen am 05.11. in der Fachgruppe Alphabetisierung und Grundbildung im Hessischen Kultusministerium unser Projekt „NetzWege: Grundbildung kommunal neu denken“ vorgestellt.
Im intensiven Austausch mit den hessischen Expert*innen wurde deutlich:
- Kommunale Netzwerke und Strukturen sind unverzichtbar: Nur durch vernetztes Handeln von Verwaltung, Bildungsträgern und Sozialraum können wir Grundbildung nachhaltig verankern.
- Verlässliche Daten fehlen: Für eine zielgenaue Angebots- und Strategieplanung brauchen wir dringend eine bessere Datengrundlage.
- Sozialraum muss mitgedacht werden : Grundbildung findet dort statt, wo Menschen leben. Der Sozialraum selbst wird zum Lernort.
- Zielgruppen müssen aktiv beteiligt werden: Menschen mit Grundbildungsbedarf sind Expert*innen ihrer Lebenswelt – ihre Perspektiven sind essenziell für passende Angebote und Lösungen.
Unser Verbundprojekt setzt genau hier an: Durch Netzwerkaufbau, kooperative Strategieentwicklung und digitale Formate stärken wir die Grundbildung in hessischen Kommunen.
Arbeitsorientierte Grundbildung – Wo stehen wir nach fast 10 Jahren AlphaDekade?
3. November 2025
ABCforJobs – Podiumsdiskussion im Rahmen der Abschlusveranstaltung
Im Rahmen einer lebendigen Podiumsdiskussion wurde besprochen, wie sich das Thema arbeitsorientierte Grundbildung seit dem Start der AlphaDekade entwickelt hat – mit teils unterschiedlichen Einschätzungen.
Ein zentrales Ergebnis: Die Fortschritte sind sichtbar, doch der Weg ist noch lang. Während betont wurde, dass es vor der AlphaDekade kaum Strukturen und Angebote der arbeitsorientierten Grundbildung gab, wurde auch deutlich: Das Thema ist in vielen Betrieben nach wie vor wenig bekannt und verankert.
Einigkeit herrschte darüber, dass arbeitsorientierte Grundbildung einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten kann, wenn sie systematisch in betriebliche Weiterbildungsstrategien eingebunden wird. Genau diese systematische Einbindung fehlt bislang noch häufig.
Die Diskussion machte deutlich:
- Es braucht mehr Sichtbarkeit von arbeitsorientierter Grundbildung und eine gezielte Ansprache von Unternehmen.
- Betriebliche Weiterbildung muss Grundbildung aktiv mitdenken.
Fazit: Die AlphaDekade hat bisher wichtige Impulse gesetzt. Jetzt geht es darum, das Thema dauerhaft in der Praxis zu verankern – als festen Bestandteil nachhaltiger Fachkräftestrategien. In fünf Jahren sollte das Thema selbstverständlich Teil jeder Personalentwicklung sein.
Teilnehmendengewinnung im Projekt „NetzWege – Grundbildung kommunal neu denken“
29. September 2025Bildungswege müssen sich am Bedarf derjenigen, für die sie gestaltet werden, orientieren.
Das Projekt NetzWege widmet sich eingehend der Gewinnung von Teilnehmenden für Bildungsangebote sowie der Ansprache der Zielgruppen, mit dem Ziel, die Bildungswege nachhaltig und für die Menschen gewinnbringend zu entwickeln.
Doch wie gelingt eine gute Ansprache von Menschen mit Grundbildungsbedarf? Wie gelingt es herauszufinden, welche Lernbedarfe vorhanden sind, welche Lernhemmnisse vorliegen und wie die Lernangebote und die Lernumgebung dementsprechend gestaltet werden müssen?
Die ausführlichen Antworten, wie das Projekt NetzeWege hier vorgeht, finden sich auf der Website des bundesweiten Kompetenzzentrums Grundbildung: Die Projekte | Grundbildungspfade.
Erstes kommunales Vernetzungstreffen im Projekt „NetzWege: Grundbildung kommunal neu denken“
5. Juni 2025
Am 21. Mai 2025 trafen sich im Ökohaus Ka Eins in Frankfurt am Main Vertreter*innen der Stadt Offenbach, des Landkreises Darmstadt-Dieburg und das Projektteam erstmals im Rahmen des Projekts NetzWege: Grundbildung kommunal neu denken zusammen.
Das Treffen markierte den offiziellen Auftakt der Zusammenarbeit der beiden Modellkommunen – mit dem Ziel, Grundbildung strukturell in der kommunalen Bildungslandschaft zu verankern. In offener und kollegialer Atmosphäre wurde nicht nur der aktuelle Projektstand vorgestellt, sondern auch die Grundlage für ein tragfähiges Netzwerk gelegt, das auf Austausch, Synergien und gemeinsamen Strategien beruht.
Ein besonderer Höhepunkt war der Impuls von Prof. Dr. C. Simone Ehmig, die zentrale Ergebnisse der Studie „MOVE – Motivation und Verbindlichkeit im Alltag von Erwachsenen mit Grundbildungsbedarf“ präsentierte. Ihre Erkenntnisse regten zur Reflexion an: Was motiviert Menschen mit Grundbildungsbedarf wirklich? Wie kann kommunale Bildungsarbeit darauf eingehen? Und welche Rahmenbedingungen brauchen wir, um neue Zugänge zu schaffen?
Das NetzWege-Projekt macht deutlich, dass Kommunen eine Schlüsselrolle spielen, wenn es darum geht, Grundbildung nachhaltig zu fördern. Denn sie kennen die Menschen vor Ort, ihre Lebenslagen – und sie können Strukturen schaffen, die tragen.
Das Treffen hat Lust gemacht auf mehr Zusammenarbeit, auf kreative Ansätze und auf eine kommunale Bildungspolitik, die niemanden zurücklässt.
-Veröffentlicht 05.06.2025-
Grundbildung in den Kommunen denken
7. Januar 2025
© Arbeit und Leben Hessen Das ist eine der Fragen, die wir uns mit unseren Partner*innen von involas und dem Bildungswerk der hessischen Wirtschaft in dem BMBF geförderten Projekt „NetzWege: Grundbildung kommunal neu denken“ stellen. In Zusammenarbeit mit der Kommune Stadt Offenbach und der Kommune Landkreis Darmstadt-Dieburg suchen wir eine Antwort auf diese Frage. Es geht darum, bestehende Angebote zu sichten, Lücken zu schließen und damit gemeinsam vernetzte neue „Grundbildungswege“ zu begehen.
Fachlich begleitet wird das Projekt von einem Fachbeirat. Am 13. Dezember fand hierzu die konstituierende Sitzung statt. Wir sind beeindruckt von der versammelten Expertise unserer Beiratsmitglieder und sehen in ihnen einen wichtigen Baustein für das Gelingen unseres Vorhabens. An dieser Stelle möchten wir uns bereits für ihr Engagement bedanken.