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Arbeitsorientierte Grundbildung – Wo stehen wir nach fast 10 Jahren AlphaDekade?

Drei Personen sitzen auf einer kleinen Bühnenfläche in einer moderierten Gesprächsrunde. Links sitzt ein älterer Mann mit weißem Haar, Brille, blauem Sakko und hellen Hosen. In der Mitte spricht eine Person mit kurzem Haar ins Mikrofon; sie trägt einen dunklen Rollkragenpullover und schwarze Hose. Rechts sitzt eine Frau mit blonden Haaren, Brille, blauem Blazer, türkisfarbener Kleidung und blauen Stiefeln. Zwischen den Stühlen steht ein kleiner, bunt gemusterter Würfel mit Wasserflaschen darauf. Weitere Personen sitzen am Rand außerhalb des Hauptfokus. Sie alle blicken aufmerksam in Richtung der sprechenden Person.
v.l.nr: Roland Peter, Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, Nora Schrimpf Arbeit und Leben Hessen gGmbH, Barbara Wagner GFFB gGmbH

ABCforJobs – Podiumsdiskussion im Rahmen der Abschlusveranstaltung

Im Rahmen einer lebendigen Podiumsdiskussion wurde besprochen, wie sich das Thema arbeitsorientierte Grundbildung seit dem Start der AlphaDekade entwickelt hat – mit teils unterschiedlichen Einschätzungen.

Ein zentrales Ergebnis: Die Fortschritte sind sichtbar, doch der Weg ist noch lang. Während betont wurde, dass es vor der AlphaDekade kaum Strukturen und Angebote der arbeitsorientierten Grundbildung gab, wurde auch deutlich: Das Thema ist in vielen Betrieben nach wie vor wenig bekannt und verankert.

Einigkeit herrschte darüber, dass arbeitsorientierte Grundbildung einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten kann, wenn sie systematisch in betriebliche Weiterbildungsstrategien eingebunden wird. Genau diese systematische Einbindung fehlt bislang noch häufig.

Die Diskussion machte deutlich:

  • Es braucht mehr Sichtbarkeit von arbeitsorientierter Grundbildung und eine gezielte Ansprache von Unternehmen.
  • Betriebliche Weiterbildung muss Grundbildung aktiv mitdenken.

Fazit: Die AlphaDekade hat bisher wichtige Impulse gesetzt. Jetzt geht es darum, das Thema dauerhaft in der Praxis zu verankern – als festen Bestandteil nachhaltiger Fachkräftestrategien. In fünf Jahren sollte das Thema selbstverständlich Teil jeder Personalentwicklung sein.

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Teilnehmendengewinnung im Projekt „NetzWege – Grundbildung kommunal neu denken“

Bildungswege müssen sich am Bedarf derjenigen, für die sie gestaltet werden, orientieren.

Das Projekt NetzWege widmet sich eingehend der Gewinnung von Teilnehmenden für Bildungsangebote sowie der Ansprache der Zielgruppen, mit dem Ziel, die Bildungswege nachhaltig und für die Menschen gewinnbringend zu entwickeln.

Doch wie gelingt eine gute Ansprache von Menschen mit Grundbildungsbedarf? Wie gelingt es herauszufinden, welche Lernbedarfe vorhanden sind, welche Lernhemmnisse vorliegen und wie die Lernangebote und die Lernumgebung dementsprechend gestaltet werden müssen?

Die ausführlichen Antworten, wie das Projekt NetzeWege hier vorgeht, finden sich auf der Website des bundesweiten Kompetenzzentrums Grundbildung: Die Projekte | Grundbildungspfade.

Das Logo zeigt eine stilisierte Hessenkarte als Netzwerk und der Projektname steht in der Karte
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Erstes kommunales Vernetzungstreffen im Projekt „NetzWege: Grundbildung kommunal neu denken“

Gruppe von neun Personen – überwiegend Frauen – steht in einem Raum vor einer Displaywand mit großen Poster-Karten. Alle lächeln in die Kamera. Die Personen stehen dicht nebeneinander und wirken freundlich und engagiert.
von links nach rechts: Dr. Simone Mazari, Julia Tilly, Jana Narlapati, Marie Engelschalk, Ulrike Brauneck, Carolin Seelmann, Dr. Simone C. Ehmig, Dr. Selin Arosoglu, Birgit Gehl, Nora Schrimpf, Cat* Patino Lang, Ahmed Aourir – Aourir, Yücel Akdeniz

Am 21. Mai 2025 trafen sich im Ökohaus Ka Eins in Frankfurt am Main Vertreter*innen der Stadt Offenbach, des Landkreises Darmstadt-Dieburg und das Projektteam erstmals im Rahmen des Projekts NetzWege: Grundbildung kommunal neu denken zusammen.

Das Treffen markierte den offiziellen Auftakt der Zusammenarbeit der beiden Modellkommunen – mit dem Ziel, Grundbildung strukturell in der kommunalen Bildungslandschaft zu verankern. In offener und kollegialer Atmosphäre wurde nicht nur der aktuelle Projektstand vorgestellt, sondern auch die Grundlage für ein tragfähiges Netzwerk gelegt, das auf Austausch, Synergien und gemeinsamen Strategien beruht.

Ein besonderer Höhepunkt war der Impuls von Prof. Dr. C. Simone Ehmig, die zentrale Ergebnisse der Studie „MOVE – Motivation und Verbindlichkeit im Alltag von Erwachsenen mit Grundbildungsbedarf“ präsentierte. Ihre Erkenntnisse regten zur Reflexion an: Was motiviert Menschen mit Grundbildungsbedarf wirklich? Wie kann kommunale Bildungsarbeit darauf eingehen? Und welche Rahmenbedingungen brauchen wir, um neue Zugänge zu schaffen?

Das NetzWege-Projekt macht deutlich, dass Kommunen eine Schlüsselrolle spielen, wenn es darum geht, Grundbildung nachhaltig zu fördern. Denn sie kennen die Menschen vor Ort, ihre Lebenslagen – und sie können Strukturen schaffen, die tragen.

Das Treffen hat Lust gemacht auf mehr Zusammenarbeit, auf kreative Ansätze und auf eine kommunale Bildungspolitik, die niemanden zurücklässt.

-Veröffentlicht 05.06.2025-